Solidaritätszuschlag

muenzenWie wohl viele andere Eigenheimbesitzer finanzieren wir unser Häuschen über einen Bausparvertrag. Diese Woche erhielten wir per Post dann unseren jährlichen Kontoauszug für die gesparten Leistungen in 2009. Jetzt steht doch da in der letzten Position ein Solidaritätszuschlag in Höhe von 1,99 €. Okay, die Summe wird uns nicht in den finanziellen Ruin treiben, jedoch geht es uns hier um das Prinzip. Wir verstehen beim besten Willen nicht, warum wir mit solch einem Betrag belastet werden. Und wofür denn eigentlich? Finanzieren wir denn noch ein weiteres Haus im östlichen Teil von Deutschland?

Schauen wir doch mal, was unser Wiki dazu sagt:

Der Solidaritätszuschlag (umgangssprachlich „Soli“) ist ein Zuschlag zur Einkommensteuer, Kapitalertragsteuer und Körperschaftsteuer in Deutschland. Das Aufkommen steht allein dem Bund zu. Daher bedarf das Solidaritätszuschlaggesetz auch nicht der Zustimmung des Bundesrates (Art. 105 Abs. 3 GG). Darüber hinaus besteht ein Solidarpakt zwischen Ländern und Bund. Der Solidaritätszuschlag beträgt derzeit 5,5 Prozent der Einkommensteuer bzw. Körperschaftsteuer. Er wird erst erhoben, wenn die festgesetzte Jahreseinkommensteuer 972,00 €, bei Zusammenveranlagung 1.944,00 €, übersteigt. Oberhalb dieser Grenze steigt der Solidaritätszuschlag kontinuierlich von 0 auf 5,5% an, um eine negative Auswirkung des steigenden zu versteuernden Einkommens auf den verbleibenden Nettobetrag zu vermeiden (§ 4 Satz 2 SolzG 1995). Die Einnahmen aus dem Solidaritätszuschlag sind nicht zweckgebunden. Die Einführung des Solidaritätszuschlags 1991 wurde vorwiegend mit den Kosten der Deutschen Einheit begründet, aber auch den zusätzliche Kosten für den Golfkrieg (Operation Desert Storm) und seinen Folgen sowie für eine Unterstützung der mittel-, ost- und südosteuropäischen Länder.

Quelle: Wikipedia

Ahjaa, also nicht zweckgebunden. Das heißt denn also, kauf dir ein Haus als Sicherheit für deine Zukunft, finanziere dein Eigentum mit einem Baussparvertrag und drücke im gleichen Atemzug die nötigen Euro für die Kosten der vergangenen Kriege raus. Sorry, aber wir können uns wirklich nicht erinnern, das wir 1) den Golfkrieg gewünscht haben und 2) uns an der Finanzierung beteiligen wollten.

Ähnliches

Bookmark the permalink. Follow any comments here with the RSS feed for this post.
Post a comment or leave a trackback: Trackback URL.

One Response to Solidaritätszuschlag

  1. Markus

    Hach ich liebe diesen Staat und freu mich schon auf die Erhöhung
    des Beitrags zur gesetzlichen Krankenkasse.
    Aber wenn bald die versprochenen Steuersenkungen kommen,
    zahlt man doch gerne, sind doch Peanuts.

Einen Kommentar hinterlassen

Your email address will not be published. Required fields are marked *

*

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>