Und es geht nach einer etwas längeren Pause weiter mit der Musik aus den 80er. In den letzten Tagen, ich weiß leider nicht mehr in welchem Zusammenhang, habe ich im Fernsehen einen Kurzbericht über Comebacks diverser Gruppen gesehen. Einer dieser Gruppen darf die hier auf keinen Fall fehlen, denn ohne sie wären die 80er nackter gewesen. Sie entsprachen zwar nicht jedermanns Geschmack, jedoch wären die 80er ohne sie deutlich nackter gewesen.
Culture Club war eine britische Popband, die ihre größten Erfolge in den 80er Jahren hatte. Die Band erregte nicht nur mit ihrer Musik, sondern auch mit dem schrillen, betont weiblichen Kleidungsstil ihres Frontmanns Boy George Aufsehen. Die Band trennte sich damals später aus vielerlei Gründen: Boy George war von Heroin abhängig, aber auch die anderen Bandmitglieder hatten Drogenprobleme. Die Liebesbeziehung von Jon Moss und Boy George ging in die Brüche. Die anderen Bandmitglieder beschwerten sich, sie stünden in Boy Georges Schatten. Eine offizielle Trennung wurde aber nie bekanntgegeben. Do You Really Want to Hurt Me schaffte es 1982 nicht nur in den deutschen Charts, sondern auch in vielen anderen Ländern auf Platz 1.
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Als nächstes folgt die britische Popgruppe Frankie Goes to Hollywood.Die im Oktober 1983 erschienene Single Relax erklomm schnell die britischen Charts und wurde, im Januar 1984 auf Platz 6 angekommen, von der BBC aufgrund des anzüglichen Covers und des homoerotischen Textes in Radio- und Fernsehsendungen zensiert. Trotzdem blieb der Titel fünf Wochen lang die Nummer 1. Der Bann wurde zu Weihnachten 1984 aufgehoben.Als nächste Single kam im Mai 1984 Two Tribes auf den Markt. Der Anti-Kriegssong mit martialischer Aufmachung blieb neun Wochen an der Spitze, wie auch in den deutschen Charts.
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Wir wechseln kurz den Kontinent und schauen uns in Kanada um. Die kanadische Rockband SAGA, bereits Ende der 70er gegründet feierte große Erfolge in Deutschland und bist heute noch flott auf der Bühne zu sehen. 1981 gelang der Gruppe mit Wind him up leider nur ein Platz 45 in den deutschen Charts, meiner Meinung jedoch gehört dieserTitel weitaus höher angesiedelt.
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Und gleich wieder zurück zu den britischen Inseln. Yazoo war ein in den Achtzigern sehr erfolgreiches Synthie-Pop-Duo, bestehend aus Vince Clarke und Alison Moyet. Noch während seiner Zugehörigkeit zu Depeche Mode gründete Vince Clarke zusammen mit Alison „Alf“ Moyet im November 1981 das Duo Yazoo. Zunächst war nur eine gemeinsame Single geplant, aber die Zusammenarbeit mit der damals 20-jährigen Sängerin klappte so gut, dass Vince Clarke Depeche Mode verließ. Bereits die erste gemeinsame Single Only You (1982), war ein absoluter Volltreffer. Dieser Song war eigentlich noch für Depeche Mode geplant, wurde von den anderen Bandmitgliedern aber abgelehnt, was zusätzlich zum Bruch beitrug. Neben Don´t go und Situation schaffte es Yazoo auch nich mit Nobody´s Diary in den US Dance Charts auf Platz 1. In Deutschland reichte es nur zu einem 18ten Platz.
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Ich hoffe, es waren auch dieses Mal wieder passende Stücke dabei und kann mit dieser Auswahl so manchen von euch die alten Erinnerungen wach rufen.
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Voll mein Geschmack – bis auf Boy George. Wobei ich von FGTH am liebsten “The Power of LoveW höre – gut Weihnachten ist ja bald wieder
. Lieblingslied von Saga ist bei mir “On the loose” – gepfleger Crossover. Allison Moyet gefiel mir mit ihren Soloprojekten besser, als als Mitglied von Yazoo. Aber man merkt natürlich auch hier wieder, dass wir uns in Richtung Gruftie und Mumie bewegen… mein Gott, iss dat lange her
Stimmt Susi, auch wenn wir immer älter und klappriger werden, so hören wir diese (unsere) Musik doch immer wieder sehr gerne.
Hach *schmacht*, wieder eine tolle Songauswahl von dir.
Ich gestehe, ich war ein Boy George Fan. Die Musik fand ich nicht übel und er war halt irgendwie anders und erhob sich aus der Masse.
Markus,
freut mich, dass dir meine Auswahl gefällt. Es werden sicher noch mit der Zeit weitere folgen. Du hast schon Recht, durch das “wärmere” Verhalten von Boy George, nebst seiner ungewöhnlichen Bekleidung fiel er unweigerlich auf.
Ich glaube du könntest dich gut mit meiner Schwester unterhalten, die damals wohl größter mir bekannter SAGA Fan gewesen ist. Ich konnte mich mit dieser Art Musik nie so wirklich anfreunden und bin dann doch eher auf den Yazoo Zug aufgesprungen, von denen ich damals dachte, die Sängerin wäre eine Afroamerikanerin. Gut das es die BRAVO gab. Dabei weiß ich noch nicht mal, ob Vince Clark’s ausscheiden bei Depeche Mode gut oder schlecht war, denn Yazoo war meiner Meinung ein tolles Projekt und DM hat ja letztendlich nur bewiesen, das sie auch ohne “Mastermind” Vince Erfolge feiern können.
Boy George, Stilikone des New Romantic der frühen 80er. Seine Musik war gut, für meinen Geschmack aber immer einen Tick zu schnulzig. Radiosender fanden ihn toll, so daß es unausweichlich gewesen ist seinen Klängen zu lauschen.
Ich glaube wegen Frankie goes to Hollywood habe ich mich erstmals mit dem Phänomen “Homosexualität” auseinandergesetzt. Ich erinnere mich an die Überflutete Dr. Sommer Rubrik in der Bravo. Letztendlich musste ich mir dann doch eine andere Zeitschrift besorgen um unvoreingenommen darüber zu erfahren.
@Robert
als handfester SAGA-Fan möchte ich mich nun nicht grad outen, jedoch einzelene Stücke waren schon klasse.